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Förster-Resonanzenergietransfer
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Der Förster-Resonanzenergietransfer (kurz FRET), manchmal auch (fĂ€lschlich)cite-ref-0-1-0[1] Fluoreszenz-Resonanzenergietransfer genannt, ist ein nach Theodor Förster benannter physikalischer Prozess der EnergieĂŒbertragung. Im Rahmen des Förster-Resonanzenergietransfers wird die Energie eines angeregten Farbstoffs, auch Donor genannt, auf einen zweiten Farbstoff, auch Akzeptor genannt, ĂŒbertragen. Die Energie wird dabei strahlungsfrei und somit nicht ĂŒber eine Abgabe (Emission) und Aufnahme (Absorption) von Lichtteilchen (Photonen) ausgetauscht.cite-ref-doi19484370105-2-0[2] Auf dem Förster-Resonanzenergietransfer basiert beispielsweise der Lichtsammelkomplex Photosynthese betreibender Organismen. In der Biochemie und der Zellbiologie findet der Förster-Resonanzenergietransfer insbesondere unter Verwendung von Fluoreszenzfarbstoffen als âoptisches NanometermaĂâ Anwendung, da die IntensitĂ€t unter anderem vom Abstand von Donor und Akzeptor abhĂ€ngt und im Bereich von bis zu 10 nm beobachtet werden kann.cite-ref-pmid354506-3-0[3]
Contents
âą Geschichte
âą Physik
âą FRET-Effizienz
âą Abstand
âą Spektren
âą Orientierung
âą Messung
âą Photosynthese
âą Biolumineszenz
âą Biochemie
âą Literatur
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Die Geschichte der Entdeckung und Erforschung des Förster-Resonanzenergietransfers lĂ€sst sich weit ĂŒber Theodor Försters Aufsatz âZwischenmolekulare Energiewanderung und Fluoreszenzâ, der 1948 in den Annalen der Physik veröffentlicht wurde, zurĂŒckverfolgen. Wichtige Grundlagenerkenntnisse fĂŒr die spĂ€tere wissenschaftliche Beschreibung dieses PhĂ€nomens lieferten bereits ab dem frĂŒhen 19. Jahrhundert Hans Christian Ărsted, Michael Faraday, James Clerk Maxwell und Heinrich Hertz.cite-ref-4[4]
Erste experimentelle Hinweise auf einen Energietransfer zwischen zwei MolekĂŒlen gelang 1922 G. Cario und James Franck. Sie beobachteten in einem Quecksilber-Thallium-Dampfgemisch eine charakteristische, von ihnen als âsensibilisierte Fluoreszenzâ bezeichnete Lichtabgabe von Thallium nach einer Anregung mit Licht einer WellenlĂ€nge, die spezifisch fĂŒr die Anregung von Quecksilber ist.cite-ref-5[5] Erste Versuche der ErklĂ€rung dieses Energietransfers von Jean-Baptiste Perrin und Francis Perrin beruhen auf einem sogenannten Nahfeld-Dipol-Dipol-Mechanismus.cite-ref-perrin-j-6-0[6]cite-ref-perrin-f-7-0[7] Hartmut Kallman und Fritz London fanden eine quantenmechanische ErklĂ€rung fĂŒr diesen strahlungsfreien Energietransfer.cite-ref-8[8] Diese Erkenntnisse flossen in Francis Perrins Versuch einer quantitativen Beschreibung dieses Energietransfers ein. Sie beruhte jedoch auf der Fehlannahme, dass der Energietransfer mit der dritten und nicht mit der sechsten Potenz des Abstands beider MolekĂŒle abnimmt.cite-ref-perrin-f-7-1[7]
Theodor Förster beteiligte sich 1946 kurz nach dem Zweiten Weltkrieg an der Diskussion zur quantitativen Beschreibung des strahlungsfreien Energietransfers.cite-ref-9[9] Doch erst sein Aufsatz âZwischenmolekulare Energiewanderung und Fluoreszenzâ aus dem Jahr 1948 fand ein breites Echo in der Wissenschaft.cite-ref-doi19484370105-2-1[2]
Physik
Der Förster-Resonanzenergietransfer kann zwischen zwei Farbstoffen, die als MolekĂŒle, Komplexe oder Nanopartikel vorliegen, beobachtet werden. Dabei wird die Energie eines angeregten Donorfarbstoffs nicht in Form eines Photons abgegeben, sondern strahlungslos ĂŒber Dipol-Dipol-Wechselwirkungen auf einen Akzeptorfarbstoff ĂŒbertragen. WĂ€hrend das Coulombsche Gesetz fĂŒr Monopole gilt, ist hier die elektrische Dipol-Dipol-Wechselwirkung fĂŒr den Energietransfer verantwortlich, weshalb der Transfer auch von der sechsten Potenz des Abstands abhĂ€ngt. Beschreibungen des Förster-Resonanzenergietransfers mit Hilfe der klassischen Physik oder der Quantenmechanik fĂŒhren zu vergleichbaren Ergebnissen. Demnach induziert der angeregte Donor D* eine Oszillation im Akzeptor A. Charakteristisch fĂŒr den Förster-Resonanzenergietransfer ist auch, dass die quantenmechanische Eigenschaft des Spins von Donor- und Akzeptorfarbstoff erhalten bleibt. Daher tritt der Förster-Resonanzenergietransfer in der Regel als sogenannter Singulett-Singulett-Transfer auf:
Dem gegenĂŒber treten Energietransfers, die lediglich unter Erhaltung des Gesamtspins von Donor- und Akzeptorfarbstoff erfolgen, als ein auf einem Austausch von Elektronen basierenden Dexter-Energietransfer im Bereich von unter 2 nm Abstand auf.
Die auf den Akzeptorfarbstoff ĂŒbertragene Energie kann von diesem beispielsweise in Form von Strahlung wieder abgegeben werden. Dem Donorfarbstoff hingegen steht die transferierte Energie nicht mehr fĂŒr eine direkte Strahlungsabgabe zur VerfĂŒgung. Ebenso nimmt die Verweildauer des Donorfarbstoffs im angeregten Zustand ab. Makroskopisch Ă€uĂert sich ein Förster-Resonanzenergietransfer anhand der Abnahme der StrahlungsintensitĂ€t und der Fluoreszenzlebensdauer der Donorfarbstoffe sowie bei zur Strahlung befĂ€higten Akzeptorfarbstoffen anhand einer Zunahme der StrahlungsintensitĂ€t der Akzeptorfarbstoffe.
Donor und Akzeptor sind zumeist Fluoreszenzfarbstoffe, weshalb oft der Begriff Fluoreszenz-Resonanzenergietransfer als Synonym verwendet wird.cite-ref-pmid17629577-10-0[10] Fluoreszenz ist jedoch keine essenzielle Voraussetzung und am Energietransfer nicht beteiligt.cite-ref-0-1-1[1] Auch zwischen Donoren, die zu anderen Formen der Strahlung, wie Phosphoreszenz, Biolumineszenz oder Chemolumineszenz, befĂ€higt sind, und geeigneten Akzeptorfarbstoffen kann ein Förster-Resonanzenergietransfer beobachtet werden. Akzeptorfarbstoffe dĂŒrfen sogar nicht-emissiv sein und können zur Fluoreszenzlöschung fĂŒhren (dark quencher).cite-ref-isbn1-4020-9002-1-11-0[11]
FRET-Effizienz
Die Effizienz des Förster-Resonanzenergietransfers E {\displaystyle E} , die Werte zwischen 0 und 1 annehmen kann, ist das VerhĂ€ltnis aus der Anzahl an Energietransfers und der Anzahl der Donoranregungen. Sie spiegelt sich auch in der Förster-Resonanzenergietransferrate k E T {\displaystyle k_{ET}} im VerhĂ€ltnis zur Summe der Raten fĂŒr Strahlungsemission des Donorfarbstoffs k f {\displaystyle k_{f}} , Energietransfer k E T {\displaystyle k_{ET}} und der Formen strahlungsfreien Abbaus ÎŁ ÎŁ k i {\displaystyle \Sigma k_{i}} wider:
E = Energietransfers Donoranregungen = k E T k f + k E T + â â k i {\displaystyle E={\frac {\text{Energietransfers}}{\text{Donoranregungen}}}={\frac {k_{ET}}{k_{f}+k_{ET}+\sum {k_{i}}}}}
Um eine möglichst effiziente strahlungsfreie EnergieĂŒbertragung vom Donorfarbstoff auf den Akzeptorfarbstoff ĂŒber den Förster-Resonanzenergietransfer zu ermöglichen, mĂŒssen drei wesentliche Kriterien erfĂŒllt sein:cite-ref-isbn1-4020-9002-1-11-1[11]
1. Abstand: Donorfarbstoff und Akzeptorfarbstoff sollten nur wenige Nanometer voneinander entfernt sein.
2. Spektrum: Das Strahlungsemissionsspektrum des Donorfarbstoffs muss mit dem Absorptionsspektrum des Akzeptorfarbstoffs ĂŒberlappen.
3. Orientierung: Donor- und Akzeptorfarbstoff sollten möglichst parallele elektronische Schwingungsebenen haben.
Abstand
Das AusmaĂ des Förster-Energietransfers, dargestellt als die Transferrate k E T {\displaystyle k_{ET}} , ist von der Strahlungsemissionsrate des Donorfarbstoffs k D {\displaystyle k_{D}} oder dessen Verweildauer im angeregten Zustand Ï Ï D {\displaystyle \tau _{D}} (Fluoreszenzlebensdauer) und in besonderer Weise vom Abstand zwischen Donor- und Akzeptorfarbstoff r {\displaystyle r} abhĂ€ngig. Ăblicherweise liegt dieser bei einem Förster-Resonanzenergietransfer im Bereich von etwa 0,5 bis 10 nm, wobei die Effizienz des Energietransfers mit der sechsten Potenz des Abstands beider Farbstoffe abnimmt.
Die Transferrate wird zudem vom Förster-Radius R 0 {\displaystyle R_{0}} des Donor-Akzeptorfarbstoff-Paars bestimmt. R 0 {\displaystyle R_{0}} entspricht dem Abstand zwischen beiden Farbstoffen, bei dem die EnergieĂŒbertragung zu 50 % erfolgt:
k E T = k D R 0 6 r 6 = R 0 6 Ï Ï D â
â
r 6 {\displaystyle k_{ET}=k_{D}{\frac {{R_{0}}^{6}}{r^{6}}}={\frac {{R_{0}}^{6}}{\tau _{D}\cdot r^{6}}}}
Damit unterscheidet sich der Förster-Resonanzenergietransfer von einer EnergieĂŒbertragung, die auf einer reinen Emission und Absorption von Strahlung beruht und die mit dem Quadrat des Abstands von Donor und Akzeptor abnimmt. Ebenso unterscheidet er sich von dem insbesondere bei sehr kleinen AbstĂ€nden (< 0,5 nm) zu beobachtenden Dexter-Elektronentransfer, der auf einem Ăberlappen der Elektronenorbitale beruht und exponentiell mit dem Abstand abnimmt.cite-ref-12[12]
Das Kriterium des geringen Abstandes zwischen Donor und Akzeptor fĂŒhrt dazu, dass der Förster-Resonanzenergietransfer oft als âoptisches NanometermaĂâ genutzt wird.cite-ref-pmid354506-3-1[3] Seine Nutzung erlaubt eine Abstandsmessung eines Donors zu seinem Akzeptor im Bereich des Nahfelds deutlich unterhalb des Auflösungsvermögens konventioneller optischer Verfahren, wie der Mikroskopie. Daher hat sich die Nutzung des Förster-Resonanzenergietransfers insbesondere in der Biochemie und der Zellbiologie als eine wertvolle Methode etabliert.
Spektren
Eine Voraussetzung fĂŒr einen Energietransfer ist, dass der Akzeptorfarbstoff zur Energieaufnahme befĂ€higt ist. Dazu muss die zu transferierende Energiemenge, welche der Energiedifferenz aus angeregtem Zustand und Grundzustand entspricht, im Bereich der möglichen Energieaufnahme des Akzeptorfarbstoffs liegen. Dies ist gegeben, wenn das Emissionsspektrum des Donorfarbstoffs mit dem Absorptionsspektrum des Akzeptorfarbstoffs ĂŒberlappt. Die GröĂe der ĂŒberlappenden FlĂ€che der Spektren von Donor- und Akzeptorfarbstoff, dargestellt als das Integral J {\displaystyle J} , ist proportional zur Transferrate k E T {\displaystyle k_{ET}} und zur sechsten Potenz des Förster-Radius R 0 {\displaystyle R_{0}} :
k E T , R 0 6 â â J = â« â« f D ( λ λ ) Ï” Ï” A ( λ λ ) λ λ 4 d λ λ {\displaystyle k_{ET},{R_{0}}^{6}\propto J=\int f_{\mathrm {D} }(\lambda )\,\epsilon _{\mathrm {A} }(\lambda )\,\lambda ^{4}\,d\lambda } ,
wobei f D ( λ λ ) {\displaystyle f_{D}(\lambda )} die normierte StrahlungsintensitĂ€t des Donorfarbstoffs bei der WellenlĂ€nge λ λ {\displaystyle \lambda } und Ï” Ï” A ( λ λ ) {\displaystyle \epsilon _{\mathrm {A} }(\lambda )} der Extinktionskoeffizient des Akzeptorfarbstoffs ist.
Orientierung
FĂŒr einen optimalen Energietransfer sollten Donor- und Akzeptorfarbstoff möglichst parallele elektronische Schwingungsebenen haben. Die Transferrate k E T {\displaystyle k_{ET}} und die sechste Potenz des Förster-Radius des Donor-Akzeptor-Paars R 0 {\displaystyle R_{0}} sind proportional zum Orientierungsfaktor Îș Îș 2 {\displaystyle \kappa ^{2}} :
k E T , R 0 6 â â Îș Îș 2 = ( cos ⥠⥠Ξ Ξ D A â â 3 cos ⥠⥠Ξ Ξ D cos ⥠⥠Ξ Ξ A ) 2 {\displaystyle k_{ET},{R_{0}}^{6}\propto \kappa ^{2}=(\cos \theta _{DA}-3\cos \theta _{D}\cos \theta _{A})^{2}} ,
wobei Ξ Ξ D A {\displaystyle \theta _{DA}} der Winkel zwischen dem Emissionsdipol des Donorfarbstoffs und dem Absorptionsdipol des Akzeptorfarbstoffs sowie Ξ Ξ D {\displaystyle \theta _{D}} und Ξ Ξ A {\displaystyle \theta _{A}} die Winkel zwischen beiden Dipolen und dem Verbindungsvektor zwischen Donor- und Akzeptorfarbstoff sind. Îș Îș 2 {\displaystyle \kappa ^{2}} kann Werte zwischen 0 und 4 annehmen, wobei der Wert 0 bei Rechtwinkligkeit (OrthogonalitĂ€t) der Dipole und der Wert 1 bei parallel und der Wert 4 bei kollinear angeordneten Dipolen erreicht wird. FĂŒr frei bewegliche Farbstoffe, beispielsweise bei Untersuchung von Prozessen in Lösung, betrĂ€gt Îș Îș 2 = 2 / 3 {\displaystyle \kappa ^{2}=2/3} .cite-ref-isbn0-08-054958-6-13-0[13] Sind hingegen Donor- und Akzeptorfarbstoff fixiert (z. B. am selben Protein oder in Membranen), so kann Îș Îș 2 {\displaystyle \kappa ^{2}} von diesem Wert abweichen und der Förster-Resonanzenergietransfer kann Aufschluss ĂŒber die Ănderung der Schwingungsebenen und damit der Lage beider Farbstoffe zueinander geben.
Messung
Da der Förster-Resonanzenergietransfer ein strahlungsfreier Energietransfer ist, lĂ€sst er sich nicht direkt nachweisen und quantifizieren. Jedoch können die Folgen eines Energietransfers, die Abnahme der StrahlungsintensitĂ€t und der Fluoreszenzlebensdauer des Donorfarbstoffs sowie bei zur Strahlungsabgabe befĂ€higten Akzeptorfarbstoffen die Akzeptoremission, mit Hilfe geeigneter instrumenteller Methoden nachgewiesen werden. FĂŒr diesen Zweck eignen sich beispielsweise Fluoreszenzmikroskope oder Fluorimeter. Um einen auf dem Förster-Mechanismus beruhenden Energietransfer nachzuweisen, muss streng genommen auch eine umgekehrte ProportionalitĂ€t zwischen der Energietransferrate k E T {\displaystyle k_{ET}} und der sechsten Potenz des Abstands r {\displaystyle r} beider Farbstoffe vorliegen. In der Praxis, insbesondere in der Biochemie, wird jedoch die Art des Energietransfers nur selten geprĂŒft.cite-ref-isbn1-4020-9002-1-a-14-0[14]
Messung der Strahlungsemission des Donors
Da der Förster-Resonanzenergietransfer zu einer Abnahme der Strahlungsemission des Donorfarbstoffs fĂŒhrt, eignet sich dessen Messung fĂŒr eine Detektion eines Resonanzenergietransfers. Eine Quantifizierung der FRET-Effizienz E {\displaystyle E} erfolgt durch Messung der StrahlungsintensitĂ€t des Donorfarbstoffs in Ab- ( I D ) {\displaystyle (I_{D})} und in Anwesenheit des Akzeptorfarbstoffs ( I D A ) {\displaystyle (I_{DA})} :cite-ref-isbn0-08-054958-6-13-1[13]
E = 1 â â I D A I D {\displaystyle E=1-{\frac {I_{DA}}{I_{D}}}\!}
Die StrahlungsintensitĂ€t I D {\displaystyle I_{D}} kann dabei nicht nur in Form eines parallel durchgefĂŒhrten Kontrollexperiments in Abwesenheit des Akzeptors ermittelt werden. I D {\displaystyle I_{D}} kann auch in Anwesenheit des Akzeptors bestimmt werden, sofern angenommen werden kann, dass der Abstand zwischen Donor- und Akzeptorfarbstoff in einer fĂŒr einen Förster-Resonanzenergietransfer irrelevanten GröĂenordnung befindet. Dies wird beispielsweise in der Biochemie bei Proteinen ausgenutzt, die mit Farbstoffen markiert sind und auf einen Ă€uĂeren Reiz, beispielsweise ein Signalstoff, assoziieren oder dissoziieren. Eine weitere Methode der Bestimmung von I D {\displaystyle I_{D}} trotz Anwesenheit des Akzeptorfarbstoffs besteht in seiner Zerstörung, beispielsweise mit Hilfe der Photobleichung. Die Photobleichung des Akzeptorfarbstoffs, die zu einer Zunahme der StrahlungsintensitĂ€t des Donorfarbstoffs auf einen Wert ohne Resonanzenergietransfer fĂŒhrt, findet insbesondere bei immobilisierten Proben, beispielsweise in der Fluoreszenzmikroskopie, Anwendung.
Messung der EnergieĂŒbertragung auf den Akzeptor
Einen weiteren Hinweis auf einen Resonanzenergietransfer liefert die Zunahme der StrahlungsintensitĂ€t des Akzeptorfarbstoffs, sofern dieser zur Strahlungsemission befĂ€higt ist. In der Praxis ist jedoch das Emissionsspektrum des Akzeptorfarbstoffs oft vom Anregungsspektrum und dem Emissionsspektrum des Donorfarbstoffs ĂŒberlagert. Zudem lĂ€sst sich eine direkte Anregung des Akzeptorfarbstoffs durch eine zur Anregung des Donorfarbstoffs verwendete Strahlungsquelle oft nicht vermeiden. Durch eine gezielte Auswahl von Donor- und Akzeptorfarbstoff lassen sich jedoch diese Probleme minimieren.
Das Problem der direkten Anregung des Akzeptorfarbstoffs durch eine zur Anregung des Donorfarbstoffs verwendete Strahlungsquelle entfĂ€llt bei Verwendung eines chemi- oder biolumineszenten Donors. Insbesondere biolumineszente Donorfarbstoffen, wie die Luciferase von Renilla reniformis und deren Substrat Coelenterazin, in Kombination mit dem grĂŒn fluoreszierenden Protein (GFP) oder dessen Abkömmlingen finden bei der Abstandsbestimmung von Proteinen mit Hilfe des Biolumineszenz-Resonanzenergietransfers Anwendung.cite-ref-pmid17629577-10-1[10]
Eine weitere Möglichkeit der Vermeidung einer ErgebnisverfĂ€lschung durch eine direkte Akzeptoranregung besteht in einer kurzzeitigen Anregung eines Donorfarbstoffs mit einer langen Fluoreszenzlebensdauer und einer zeitverzögerten Messung der Akzeptorfluoreszenz. FĂŒr dieses Verfahren, das auch time-resolved FRET genannt wird, werden insbesondere langlebige Lanthanoide, wie Tb3+, Dy3+, Eu3+ oder Sm3+, als Donoren verwendet. Diese bieten zudem den Vorteil, dass ihre aus diskreten Peaks bestehenden Emissionsspektren das des Akzeptors Allophycocyanin kaum ĂŒberlappen.cite-ref-pmid11999692-15-0[15]
Auch der chemische oder chromatographische Nachweis photolytischer Reaktionsprodukte des Akzeptorfarbstoffs kann zur Berechnung der FRET-Effizienz E {\displaystyle E} genutzt werden.cite-ref-16[16]
Messung der Fluoreszenzlebensdauer
Die durch den Förster-Resonanzenergietransfer reduzierte Verweildauer des Donorfarbstoffs im angeregten Zustand lĂ€sst sich ĂŒber die Messung seiner Fluoreszenzlebensdauer fĂŒr den Nachweis eines Energietransfers und zu dessen Quantifizierung nutzen. FĂŒr die Berechnung der FRET-Effizienz E {\displaystyle E} wird die Fluoreszenzlebensdauer des Donorfarbstoffs in Ab- ( Ï Ï D ) {\displaystyle (\tau _{D})} und Anwesenheit des Akzeptorfarbstoffs ( Ï Ï D A ) {\displaystyle (\tau _{DA})} bestimmt:
E = 1 â â Ï Ï D A Ï Ï D {\displaystyle E=1-{\frac {\tau _{DA}}{\tau _{D}}}\!}
Die Bestimmung der Fluoreszenzlebensdauer erfolgt in der Regel als bildgebendes Verfahren mit Hilfe der Fluoreszenzlebensdauer-Mikroskopie (FLIM). Die Messung selbst erfolgt pixelweise. Die Fluoreszenzlebensdauer kann dabei beispielsweise ĂŒber eine Messung des zeitlichen Fluoreszenzabfalls mit Hilfe der zeitkorrelierten EinzelphotonenzĂ€hlung nach einer ultrakurzen, pulsatilen Anregung bestimmt werden. Weitaus hĂ€ufiger wird jedoch die Messung der Phasenverschiebung nach einer intensitĂ€tsmodulierten Anregung zur Bestimmung der Fluoreszenzlebensdauer genutzt (Phasenfluorimetrie).cite-ref-isbn0-08-054958-6-13-2[13]
Vorkommen und Nutzung
Photosynthese
Gemeinsam mit dem Dexter-Energietransfer ist der Förster-Resonanzenergietransfer fĂŒr die Funktion des Lichtsammelkomplexes bei der Photosynthese verantwortlich.cite-ref-17[17] Die Aufgabe dieses Komplexes, der aus verschiedenen Membranproteinen, Chlorophyllen, Carotinoiden und bei Cyanobakterien und verschiedenen Algen aus Phycobilinen besteht, ist die effektive Sammlung der Lichtenergie und deren Weiterleitung an das Reaktionszentrum der Lichtreaktion. Ein stufenweiser Energietransfer von Carotinoiden oder Phycobilinen ĂŒber Chlorophyll b auf das Chlorophyll a im Kern des Lichtsammelkomplexes fĂŒhrt zu einer effektiven Sammlung von Energie aus Licht unterschiedlicher WellenlĂ€ngen unter Freisetzung und Ăbertragung von Elektronen. Durch den Förster-Resonanzenergietransfer wird das Absorptionsspektrum des Lichtsammelkomplexes um WellenlĂ€ngenbereiche erweitert, die Chlorophyll a selbst nicht nutzen kann.cite-ref-isbn0-7923-6791-x-18-0[18]
Biolumineszenz
In der Natur wird der Förster-Resonanzenergietransfer im Rahmen der Biolumineszenz, der Lichterzeugung durch Lebewesen, genutzt. Ein Beispiel hierfĂŒr ist die pazifische Quallenart Aequorea victoria. In ihren Leuchtorganen ist zum einen das Photoprotein Aequorin mit seinem gebundenen Cofaktor Coelenterazin enthalten. Dieses produziert in isolierter Form und in Gegenwart von Ca2+ ein blaues Licht. Zum anderen ist in den Leuchtorganen das grĂŒn fluoreszierende Protein (GFP) enthalten. Dank eines effizienten Energietransfers vom Aequorin auf das grĂŒn fluoreszierende Protein leuchtet Aequorea victoria mit einer blau-grĂŒnen Farbe.cite-ref-pmid9621461-19-1[19]
Ein weiteres Beispiel fĂŒr die Nutzung des Förster-Resonanzenergietransfer im Tierreich ist die Biolumineszenz der Seefedernart Renilla reniformis. Bei ihr erfolgt der Energietransfer von einer Luciferase, der Renilla-Luciferase (RLuc), auf das grĂŒn fluoreszierende Protein.
Sowohl das auf dem Förster-Resonanzenergietransfer basierende Leuchtsystem von Aequorea victoria aus Aequorin und dem grĂŒn fluoreszierenden Protein als auch das von Renilla reniformis aus der Renilla-Luciferase und dem grĂŒn fluoreszierenden Protein werden auch experimentell in der Biochemie zum Nachweis von Protein-Protein-Interaktionen genutzt.
Halbleitertechnik
Beim Betrieb organischer Halbleiter als aktives Material in organischen Leuchtdioden (OLEDs) spielt der Förster-Resonanzenergietransfer eine entscheidende Rolle. Durch die im WellenlĂ€ngenbereich nicht zwangslĂ€ufig deckungsgleichen Spektren von Emission und Absorption entsteht âvon selbstâ ein 4-Niveau-System, wie es fĂŒr Laser benötigt wird. Gleichzeitig wird eine gĂŒnstige Auskopplungssituation erreicht, da das emittierte Licht weniger stark reabsorbiert wird.
Der Energietransfer in organischen Leuchtdioden, die sich derzeit unter anderem als mögliche Alternative zum FlĂŒssigkristallbildschirm in der Entwicklung befinden, basiert auf dem Förster-Resonanzenergietransfer, dem Dexter-Energietransfer und der direkten Generierung von Exzitonen zwischen einem angeregten Host (Donor) und einem phosphoreszierenden Gast (Akzeptor).cite-ref-20[20] Als Hostmaterialien finden beispielsweise Carbazole, Polyphenylene und Fluorene Anwendung, wĂ€hrend als Gastfarbstoffe phosphoreszierende Osmium-, Platin- und insbesondere Iridium-Komplexe genutzt werden.cite-ref-21[21]
Biochemie
In der Proteinbiochemie und darauf basierend auch in der Zellbiologie und der Pharmakologie wird der Förster-Resonanzenergietransfer analytisch genutzt, um Protein-Protein-Interaktionen und die Wechselwirkung von Proteinen mit anderen Stoffen nachzuweisen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Methoden, wie beispielsweise der Co-ImmunprÀzipitation, der AffinitÀtschromatographie, des Hefe-Zwei-Hybrid-Systems und der bimolekularen Fluoreszenzkomplementation, erlaubt die Messung des Förster-Resonanzerenergietransfers eine Beobachtung von Protein-Protein-Interaktionen in Echtzeit mit einer zeitlichen Auflösung im Millisekundenbereich.cite-ref-pmid11785758-22-0[22]
Analyse von Protein-Protein-Interaktionen
Im Rahmen der auf der Messung des Förster-Resonanzenergietransfers basierenden Protein-Protein-Interaktionsstudien werden die zu untersuchenden Proteinpaare mit Hilfe von Paaren fluoreszierender oder sonstiger lumineszierender Farbstoffe markiert, sodass bei einer Interaktion der zu untersuchenden Proteine eine Zunahme des Förster-Resonanzenergietransfers zwischen den gekoppelten Farbstoffen beobachtet werden kann. Diese auf dem Förster-Resonanzenergietransfer basierenden Protein-Protein-Interaktionsstudien werden beispielsweise zur AufklÀrung von Signalweiterleitungswegen in der Zelle und bei der Suche nach neuen Wirkstoffen mit Hilfe des Hochdurchsatz-Screenings eingesetzt.cite-ref-pmid12527820-23-0[23]cite-ref-pmid12377570-24-0[24]cite-ref-pmid15227637-25-0[25]cite-ref-pmid15245909-26-0[26]
FĂŒr die Markierung der zu untersuchenden Proteine stehen verschiedene Verfahren zur VerfĂŒgung. Die unselektive direkte chemische Markierung, beispielsweise mit Hilfe von Fluoresceinisothiocyanat (FITC) oder Tetramethylrhodaminisothiocyanat (TRITC), eignet sich insbesondere fĂŒr isolierte Proteine. Eine selektive, wenngleich indirekte Markierung besteht in der Verwendung Fluoreszenz-markierter Antikörper, die gegen die zu untersuchenden Proteine gerichtet sind. Die Markierung mit Hilfe einfacher molekularbiologischer Methoden hat sich insbesondere in der Zellbiologie etabliert. Auf diese Weise können Abkömmlinge des grĂŒn fluoreszierenden Proteins (GFP), wie beispielsweise das Donor-Akzeptorpaar CFP-YFP, auch in vivo an die zu untersuchenden Proteine gekoppelt werden können.cite-ref-pmid16614209-27-0[27] Ebenso wird auch die biolumineszente Renilla-Luciferase als Donor in Kombination mit einem GFP-Abkömmling als Akzeptor im Rahmen von Biolumineszenz-Resonanzenergietransferuntersuchungen genutzt.cite-ref-pmid16489332-28-0[28] Als Nachteil dieser Farbstoffe gilt ihre GröĂe, welche die Protein-Protein-Interaktionsanalyse beeinflussen kann. Dieses Problem kann mit Hilfe niedermolekularer Verbindungen, wie beispielsweise Fluorescein arsenical helix binder (FlAsH) und Resorufin arsenical helix binder (ReAsH), die an spezifische mit molekularbiologischer Methoden eingefĂŒgte AminosĂ€uresequenzen der zu untersuchenden Proteine binden, umgangen werden.cite-ref-pmid9657724-29-0[29]
Analyse von Protein-KonformationsÀnderungen
Werden sowohl der Donor- als auch der Akzeptorfarbstoff an ein und dasselbe ProteinmolekĂŒl gekoppelt, kann die Beobachtung eines intramolekularen Förster-Resonanzenergietransfers auch RĂŒckschlĂŒsse auf die Konformation und KonformationsĂ€nderung von Proteinen ermöglichen.cite-ref-pmid11785758-22-1[22] Dieses Prinzip wird unter anderem von FRET-basierten Biosensor-Proteinen, wie beispielsweise dem Ca2+-Indikator Cameleoncite-ref-pmid10051607-30-0[30] und Epac zum Nachweis von zyklischem Adenosinmonophosphat (cAMP)cite-ref-pmid15550931-31-0[31], genutzt, die in Gegenwart ihres Substrates einer KonformationsĂ€nderung unterliegen. Auch die endogen in Proteinen vorkommenden schwach fluoreszierenden AminosĂ€uren Tyrosin und Tryptophan lassen sich als Akzeptoren in Kombination mit geeigneten Donoren, wie beispielsweise Terbium, fĂŒr eine auf einem Förster-Resonanzenergietransfer beruhende Protein-StrukturaufklĂ€rung nutzen.cite-ref-pmid16979582-32-0[32]
Molekularbiologie
In der Molekularbiologie finden DNA-basierte Verfahren unter Ausnutzung des Förster-Resonanzenergietransfers eine breite Anwendung. Hierbei werden Farbstoff-gekoppelte DNA-Oligonukleotide verwendet, bei denen durch Formierung eines Duplexes ein Energietransfer beobachtet werden kann oder alternativ bei Zerstörung ihrer TertiĂ€rstruktur ein Energietransfer beendet wird. Diese können als analytische Werkzeuge bei der Polymerasekettenreaktion (PCR), Hybridisierung, Ligation, Spaltung, Rekombination und Synthese von NukleinsĂ€uren genutzt werden. DarĂŒber hinaus werden sie bei der DNA-Sequenzanalyse, der Mutationsanalyse und der Konzentrationsbestimmung von DNA und RNA eingesetzt.cite-ref-pmid11730017-33-0[33]
FĂŒr diese Vielzahl an Anwendungsgebieten werden unterschiedliche Farbstoff-gekoppelte Oligonukleotide eingesetzt. Neben Donoren, wie beispielsweise Fluorescein, werden als Akzeptor-Farbstoffe das rot fluoreszierende Rhodamin und verwandte Farbstoffe sowie nicht-fluoreszierende dark quencher eingesetzt. Wenngleich letztere keine Identifizierung eines Energietransfers anhand einer Zunahme der Akzeptoremission erlauben, bieten sie den Vorteil der Möglichkeit einer Einkanalmessung der Donorfluoreszenz, die nicht von einer Akzeptorfluoreszenz ĂŒberlagert ist.
Hybridisierung
Zu den Förster-Resonanzenergietransfer nutzenden molekularbiologischen Werkzeugen, die zur Identifizierung von DNA mittels Hybridisierung genutzt werden, zÀhlen die sogenannten Hybridisierungssonden (LightCycler-Sonden). Sie bestehen aus zwei nicht-komplementÀren Oligonukleotiden, wobei jeweils ein Farbstoff des Donor-Akzeptor-Paars an das 3'-Ende des einen und an das 5'-Ende des anderen Oligonukleotids gekoppelt ist. Binden beide Oligonukleotide in unmittelbarer NÀhe an einen DNA-Einzelstrang, so kann ein Förster-Resonanzenergietransfer nach Donoranregung durch Abnahme der Donorfluoreszenz und Zunahme der Akzeptorfluoreszenz beobachtet werden.cite-ref-pmid11730017-33-1[33] Eine Abwandlung dieser Methode besteht in der Verwendung von Hybridisierungssonden, die aus zueinander komplementÀren DNA-StrÀngen bestehen. Sie erlauben ebenfalls eine Konzentrationsbestimmung einer Ziel-DNA, wobei durch Kompetition zwischen Ziel-DNA und komplementÀren Strang der Sonde nach Hybridisierung eine Abnahme des Energietransfers zu beobachten ist.cite-ref-pmid2624314-34-0[34]
Ebenfalls im Rahmen von Hybridisierungsanalysen werden Molecular Beacons eingesetzt. Diese bestehen aus einer Schleifen-Stamm-Struktur mit einem selbstkomplementÀren Stamm an den 3'- und 5'-Enden, an denen sich ein Donor-Fluoreszenzfarbstoff bzw. ein Quencher befinden, und einer zur Ziel-DNA komplementÀre Schleife. Eine Abnahme eines Energietransfers kann durch Zunahme der Donorfluoreszenz nach Anregung infolge einer Hybridisierung der Sonde mit einer komplementÀren Ziel-DNA und eines Auflösens der TertiÀrstruktur der Molecular Beacons beobachtet werden.cite-ref-pmid9630890-35-0[35]
Polymerasekettenreaktion (PCR)
Insbesondere im Rahmen der quantitativen Echtzeit-PCR werden DNA-Oligonukleotid-basierte Sonden zur Bestimmung der Konzentration der synthetisierten DNA unter Analyse des Förster-Resonanzenergietransfers genutzt. Neben Hybridisierungssonden und Molecular Beacons finden hierbei insbesondere Hydrolysesonden (TaqMan-Sonden) Anwendung. Diese bestehen aus kurzen, zur Ziel-DNA komplementĂ€ren DNA-Oligonukleotiden, an deren 5'- und 3'-Enden ein Donor-Fluoreszenzfarbstoff bzw. ein Quencher gekoppelt wurde. WĂ€hrend in Abwesenheit ausreichender Mengen komplementĂ€rer Ziel-DNA dank des Förster-Resonanzenergietransfers die Donorfluoreszenz unterdrĂŒckt wird, nimmt diese dank der 5'-ExonukleaseaktivitĂ€t der Taq-Polymerase nach Hybridisierung unter Abspaltung des Donor-gekoppelten 5'-terminalen Nukleotids zu.cite-ref-pmid11730017-33-2[33]
Ebenfalls auf der Nutzung des Förster-Resonanzenergietransfers basiert die quantitative Echtzeit-PCR unter Verwendung von Scorpion-Primern. Diese bestehen wie Molecular Beacons aus einer Donor-Fluoreszenzfarbstoff- und Quencher-gekoppelten Schleifen-Stamm-Struktur in Verbund mit einem PCR-Primer. Im Gegensatz zu anderen FRET-Sonden werden Scorpion-Primer im Rahmen der Polymerasekettenreaktion in die synthetisierte DNA eingebaut. Wie bei der Verwendung von Molecular Beacons kann bei Scorpion-Primern eine Abnahme eines Energietransfers durch Zunahme der Donorfluoreszenz nach Anregung infolge eines Einbaus des Primers und einer Hybridisierung der Schleife-Stamm-Struktur mit der Ziel-DNA unter Auflösung der TertiÀrstruktur beobachtet werden.cite-ref-pmid10429248-36-0[36]
Literatur
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Weblinks
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âą FLIM FRET Imaging (Tutorial von Becker & Hickl, website)
Einzelnachweise
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